Prognose — Arteriovenöse Malformation

  • Kapitel: Arteriovenöse Malformationen

    Artikel: 7 von 13

    Update: 2020/03/28

  • Autor/en: Uller, Wibke

Durch das stetige Fortschreiten der Erkrankung sowie die permanente Zunahme der Volumen- und Druckbelastung der beteiligten Arterien und Venen hat die unbehandelte arteriovenöse Malformation oftmals eine schlechte Prognose. Auch durch inadäquate, insbesondere unvollständige Therapieversuche mit teilweiser Embolisation oder teilweiser Resektion können sich die Symptome im Langzeitverlauf auch unter konservativen Therapiemaßnahmen verstärken. Der geeignete Zeitpunkt für eine Behandlung der arteriovenösen Malformation hängt von ihrem Schobinger Stadium ab (Therapiebeginn meist ab Schobinger II bis III).

Bei der Behandlung einer asymptomatischen oder symptomarmen arteriovenösen Malformation, können mögliche Komplikationen die durch eine Behandlung erzielbaren Vorteile überwiegen. Auch direkte Komplikationen aus einer Therapie (z. B. Nekrosen, nicht abheilende Wunden, Wundinfekte, Hämatome, Immobilisationsschäden) können manchmal zu längerdauernden Beschwerden führen.

Insbesondere unvollständige offene Resektionsversuche einer arteriovenösen Malformation sollten unbedingt vermieden werden. Aus diesem Grunde sollte das therapeutische Management einer arteriovenösen Malformation interdisziplinären spezialisierten Zentren vorbehalten sein.