Venöse Malformation

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glomuvenösen Malformationen
Beispiel einer venösen Malformation der Brust. Auf der Haut (links) sieht im makroskopischen Präparat man eine rot-braune, zum Teil leicht erhabene Läsion der Haut. Histologisch (rechts) sieht man in der HE-Färbung dilatierte, teilweise mit Blut gefüllte unregelmäßig geformte Gefäßräume, die eigentlich nicht mehr als tubulär zu identifizieren sind. Sie entsprechen malformierten Venen

Glomuvenöse Malformation : In der HE-Färbung (oben links und oben rechts) sieht man Anteile einer glomuvenösen Malformation mit manschettenartig bzw. wallartig um die Venenwände gelagerten perizytenartigen runden Zellen (Glomuszellen). Diese reagieren in der Darstellung von Aktin (links unten) positiv, während die Gefäßendothelien selbst positiv für CD34 sind (rechts unten)

Venöse Malformationen (VM) stellen sich in der Regel bei oberflächlicher Lokalisation als blaue Verfärbungen der Haut dar oder als eine weiche subkutane Masse und können generell jedes Gewebe und jedes Organ betreffen. In der Regel handelt es sich um weiche, zusammendrückbare Läsionen welche dazu neigen, an Größe und Volumen zuzunehmen. Dadurch kann es zu Veränderungen im venösen Drucksystem kommen.

VM sind unscharf begrenzte Läsionen in denen man Venen unterschiedlicher Größe und unterschiedlichen Aufbaus findet. Sie zeigen teilweise sehr dicke Wandungen mit einer Fibrose der Adventitia, teilweise aber auch sehr dünne Gefäßwände. Die malformierten Venen können eng beieinander liegen, sie können aber auch sehr locker im Stroma verteilt sein.

Eine Sonderform stellen hier die glomuvenösen Malformationen dar. Es handelt sich hierbei um typischerweise kleine, bläuliche, in der Regel schmerzhafte Knoten. Diese zeigen eine typische Histologie aus Blutgefäßen, deren Gefäßwand mehrschichtig von wallartigen Glomuszellen umgeben sind.