Typische Begleiterscheinungen

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CLOVES-Syndrom
Verlauf einer milde ausprägten kapillären Malformation (KM) mit geringer Hyperplasie der linken unteren Extremität (linkes Bild: 2 Jahre, 6 Monate, rechtes Bild: 7 Jahre alt). Die KM ist fast vollständig abgeblasst, die Hemihyperplasie nur noch minimal ausgeprägt

Verlauf einer CMTC mit Hautatrophien, linkes Bild im 2. Lebensjahr, rechtes Bild im 10. Lebensjahr. Die Läsionen haben sich konsolidiert, keine neuen Wunden sind entstanden

Neben der bereits beschriebenen psychosozialen Belastung stellen Wachstumsanomalien typische, wenn auch relativ seltene Begleiterscheinungen kapillärer Malformationen dar. Vor allem multifokale, netzförmige und großflächige KM können mit einem proportionalen Überwuchs oder auch Unterwuchs einhergehen. Dabei wird das als "Diffuse capillary malformation with overgrowth" (DCMO) oder als KM-Hemihyperplasie beschriebene Krankheitsbild aufgrund fehlender assoziierter Anomalien klar von den dysproportionalen Überwuchssyndromen (Klippel-Trenaunay-Syndrom, CLOVES-Syndrom, Parkes Weber-Syndrom) abgegrenzt.


Kinder mit DCMO unter Beteiligung der Beine zeigen in gut der Hälfte der Fälle eine Beinlängendifferenz und sollten daher regelmäßig klinisch kontrolliert und ggf. kinderorthopädisch mitbetreut werden. Als weitere Begleiterscheinungen werden bei der Cutis marmorata congenita Hautdefekte ( Ulzerationen ) und im weiteren Verlauf auch Hautatrophien beobachtet; zudem können bei CMTC auch Hypoplasien , seltener Hypertrophien der betroffenen Extremität mit resultierender Körperasymmetrie vorkommen.