Typische Begleiterscheinungen

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Ossäre Hyperplasie und des rechten Unterkiefers in der 3D-Rekonstruktion eines Computertomogramms bei LM an der rechten Wange

Ein LM im Kopf- und Halsbereich kann sekundär oder als gemeinsame, progrediente Wachstumsstörung von einem fehlgesteuerten Wachstum des Gesichtsskeletts begleitet sein. Eine vergrößerte Zunge, die ständig zwischen den Zahnleisten steht, wird den Ober- und Unterkiefer bogenförmig verdrängen und einen offenen Biß verursachen. Dabei können sich die Schneidezähne nicht berühren. Im Extremfall kann es in der betroffenen Gesichtshälfte zu einem vermehrten Wachstum der knöchernen Strukturen kommen, was zu einer Gesichtsskoliose führt. Sind beide Gesichtsseiten betroffen, ist häufig der Kieferwinkel vergrößert und die Mandibula verlängert. Hier sind im Verlauf knöcherne Korrekturoperationen nötig.

Patienten mit offenem Biß, einer vergrößerten und motorisch weniger kompetenten Zunge können Probleme der Schluckmotorik aufweisen, die die Anlage einer Gastrostomie zur Ernährung notwendig machen kann. Gleichzeitig ist meist die Sprachmotorik beeinträchtigt und bedarf intensiver logopädischer Behandlung.

Prä-und periaurikuläre LM können den äußeren Gehörgang komprimieren und das Hörvermögen einschränken. Es gibt LM, die bis in das Mittelohr infiltrieren und die Schallleitung beeinträchtigen.

Intaorbitale LM können zum Exophthalmus und zur Einschränkung der Augenmotorik führen. Neugeborene mit großen LM am Hals sind in der motorischen Entwicklung behindert und benutzen zum Beispiel den Arm auf der betroffenen Seite weniger.