Typische Begleiterscheinungen

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Die wichtigste Begleiterscheinung ist die chronische Anämie . Die meist täglich auftretenden Blutungen haben eine Wirkung auf den Eisenstoffwechsel und den Hämoglobinwert des Patienten. Häufig sind sie an erstaunlich niedrige Hämoglobinkonzentrationen adaptiert. Dennoch sind Leistungsschwäche und Mattigkeit als Folge der Blutarmut ständige Begleiter ernsthaft betroffener Patienten. Die Basistherapie besteht in der vorzugsweisen intravenösen Eisensubstitution. In kritischen Fällen ist die Bluttransfusion erforderlich. Gesamtmengen von weit über 100 Einzeltransfusionen sind keine Seltenheit.

Leistungsschwäche
Noch kleiner Defekt der Nasenscheidewand. Am hinteren Rand ist ein Oslerherd zu erkennen. Defekte dieser Art werden immer größer, nie kleiner

Bereits großer Defekt der Nasenscheidewand

Als Folge wiederholter Koagulationen an der Nasenschleimhaut kommt es nicht selten zu Defekten des Septum nasi. An den Perforationsrändern nimmt die Turbulenz des nasalen Atemstromes zu, das mechanische Trauma führt zu Blutungen und vergrößert den Defekt. Der selbstverstärkende Effekt ist langfristig ein Grund für die immer schwieriger zu beherrschenden Blutungsepisoden.

Eine weitere Besonderheit ist die augenfällige Empfindlichkeit gegenüber Antikoagulantien. Deren weite Verbreitung stellt den Patienten und Arzt vor große Herausforderungen, da in jedem Einzelfall die Risiken der Einzelaspekte im interdisziplinären Dialog abgewogen werden müssen.

Bei einer Prävalenz von bis zu 4% sind die obstruktiven Atmungsstörungen in Form des Schlafapnoesyndroms (OSAS) eine zusätzliche Belastung, wenn sie den Osler-Patienten betreffen. Die Standardtherapie ist für das OSAS die nächtliche Überdruckbeatmung (nasale PAP-Therapie). Auch wenn die Atemluft angewärmt und befeuchtet wird, stellt der erhöhte Flow in der Nase mit den auftretenden Turbulenzen ein adäquates Trauma für die Ausbildung von Oslerprotuberanzen dar. Außer intensiver Pflege ist kaum etwas zu machen, nur wird man bei entsprechender anatomischer Situation die Operationsindikation großzügiger stellen.