Prognose

Autor/en

Schaubild: Schobinger-Klassifikation

Durch das stetige Fortschreiten der Erkrankung sowie die permanente Zunahme der Volumen- und Druckbelastung der beteiligten Arterien und Venen hat die unbehandelte AVM oftmals eine schlechte Prognose . Auch durch inadäquate, insbesondere unvollständige Therapieversuche mit teilweiser Embolisation oder teilweiser Resektion können sich die Symptome im Langzeitverlauf verstärken. Der geeignete Zeitpunkt für eine Behandlung der AVM hängt von ihrem Schobinger Stadium ab (Therapiebeginn meist ab Schobinger II bis III).

Bei der Behandlung einer asymptomatischen oder symptomarmen AVM, können mögliche Komplikationen die durch eine Behandlung erzielbaren Vorteile überwiegen. Auch direkte Komplikationen aus einer Therapie (z. B. Nekrosen , nicht abheilende Wunden, Wundinfekte, Hämatome , Immobilisationsschäden) können manchmal zu längerdauernden Beschwerden führen.

Insbesondere unvollständige offene Resektionsversuche einer AVM sollten unbedingt vermieden werden. Aus diesem Grunde sollte das therapeutische Management einer AVM interdisziplinären spezialisierten Zentren vorbehalten sein.