Lokalisierte Intravasale Gerinnung (LIC)

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slow-flow Malformationen
Histopathologisches Präparat (Vergrößerung siehe Inlay; Hämatoxylin/Eosin Färbung) einer Venösen Malformation mit erweiterten, mit Erythrozyten gefüllten dysplastische Gefäßlakunen. Das darin enthaltene Blut fliesst nicht ab, sondern stagniert und gerinnt damit zumindest teilweise

Durch Stase des sehr langsam fließenden Bluts in slow-flow Malformationen (in der Praxis v. a. großen Venösen Malformationen) kommt es am Ort der pathologisch erweiterten, dysplastischen Gefäßräume auch durch den fehlenden, stagnierenden Blutfluß ( Stase ) zu permanenten, spontanen Gerinnungsvorgängen. Dies wird lokalisierte intravasale Gerinnung (localized intravascular coagulation „ LIC “) innerhalb der VM genannt.

Diese Blut- Stase ist einer der 3 klassischen Komponenten der Gerinnungsaktivierung der Virchowschen Trias. Gleichzeitig wird dadurch auch permanent die lokale Fibrinolyse aktiviert, die diese Gerinnsel wieder abzubauen versucht.

Diese Vorgänge sind bei einem Großteil der Patienten mit etwas Venösen Malformationen auch laborchemisch im Blut messbar in Form eines lebenslang, permanent erhöhten D-Dimer Spiegels.