LIC – Konservative Therapie

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Wichtigste konservative Therapie ist die adäquate Kompressionstherapie, da diese über die Verkleinerung der betroffenen dysplastischen Gefäßräume der VM die LIC direkt vermindert. Nicht alle Lokalisationen sind jedoch einer adäquaten Kompression zugänglich.

Ausreichende Phasen an Bewegung vermindern die Stase des Blutes in der VM, so daß Patienten mit großen VM gerade der Extremitäten nie länger als maximal eine Stunde ohne Bewegung sitzen oder stehen sollten.

Die Hochlagerung einer betroffenen Extremität führt nicht nur zu einer Druckentlastung (und Volumenminderung), sondern auch zu einem Auslaufen des Blutes (und somit Verminderung der Mikrothromben) mit anschließender Neufüllung durch nicht geronnenes, frisches Blut. Dies dient der Vermeidung der Bildung von großen Thromben und Verminderung der LIC .

Eine lokale Kühlung wirkt meist lindernd und angenehm bei akuter, schmerzhafter Entzündung mit Schmerzen im Rahmen einer akuten Thrombophlebitis . Ähnlich wirkt Kühle bei den meisten Patienten eher angenehm im Zusammenhang mit Schmerzen bei einer allgemeinen Gerinnungsaktivierung innerhalb der venösen Malformation. Über eine lokale Vasokonstriktion verkleinert sich auch das Gefäßvolumen und damit die Gerinnsellast, wobei die Kapazität zur Vasokonstriktion in den dysplastischen Gefäßwänden einer Venösen Malformation begrenzt ist aufgrund der Fehlanlage der glatten Muskelzellen in der Gefäßwand der VM.

Zusätzlich sollten selbstverständlich gerinnungsauslösende Situationen wie eine orale Kontrazeption , Tabak-Rauchen, Austrocknung, Immobilität etc. vermieden werden.