LIC – Invasive Therapie

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Alle invasiven Maßnahmen, die das Volumen der VM verkleinern, führen über eine Verminderung der stagnierenden Blutmenge selbstverständlich auch zu einer Verbesserung der LIC innerhalb der VM sowie damit auch der Thrombophlebitis -assoziierten Schmerzen.

Damit ist die Verminderung des Volumens der VM durch eine Sklerosierungstherapie erste Wahl in der weiteren Therapie. Auch andere lokale Ablationsverfahren (wie Lasertherapie, Radiofrequenzablation, Mikrowellenablation, Kryoablation) können hierbei angewandt werden mit dem Ziel einer Volumenreduktion der erweiterten Gefäßkanäle der VM.

operativen Resektionsverfahren
Patientenfoto während einer Schaumsklerosierungstherapie bei großer VM axillär und an der Thoraxwand links mit begleitender, ausgeprägter LIC . Die ansonsten typisch bläulich dyskolorierte VM (blaue Pfeile) verfärbt sich umschrieben durch die Auffüllung mit dem Sklerosierungsschaum rosa (roter Pfeil)

Die Anwendung von offen operativen Resektionsverfahren ist bei den meist sehr ausgedehnten, infiltrativen Läsionen und der Gefahr der Aktivierung der Gerinnung mit Umschlagen einer LIC in eine DIC nur spezialisierten Zentren vorbehalten. Katastrophales Gerinnungsversagen ist möglich.

Selbstverständlich sind auch Kombinationen aus den oben genannten invasiven Therapieverfahren möglich, beispielweise zunächst die sequenzielle Sklerosierungstherapie mit anschließender Resektion der reduzierten VM-Kompartimente.

Hier muss noch einmal auf die Wichtigkeit der 3 Tage vorher startenden Heparingabe als Prophylaxe vor großen invasiven Eingriffen bei auffälligem Gerinnungslabor mit ausgedehnter LIC und großer VM hingewiesen werden.