Kongenitales Hämangiom

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Typisches kongenitales Hämangiom am linken Unterarm eines Säuglings mit bläulicher Dyskoloration und blassem Randsaum, das sich im Verlauf nicht spontan zurückgebildet hat (non-involuting congenital hemangioma; NICH )

Es handelt sich hierbei um seltene vaskuläre Tumoren die im Unterschied zu den klassischen infantilen Hämangiomen bereits bei der Geburt vorhanden und voll ausgeprägt sind und nicht proliferieren. Hierbei unterscheidet man sich rasch zurückbildende (" involutierende ") kongenitale Hämangiome (rapidly involuting congenital hemangioma; RICH ) von nicht-involutierenden kongenitalen Hämangiomen (non-involuting congenital hemangioma; NICH ) und nur partiell involutierenden Hämangiomen (partial involuting congenital hemangioma; PICH ). Klinisch sind diese im Gegensatz zum IH eher bläulich-rötlich koloriert und unschärfer abgegrenzt, sie zeigen oft einen blassen Randsaum („pale rim“).

In der histologischen Untersuchung, die manchmal zum Ausschluss anderer Gefäßtumoren indiziert ist, sieht man jeweils läppchenartig gelagerte Kapillaren die durch Bindegewebe voneinander getrennt werden und häufig mit einer Atrophie der Hautadnexstrukturen einhergehen. Die Kapillaren enthalten teilweise plumpe Endothelzellen und Perizyten , die der proliferativen Phase eines infantilen Hämangioms sehr ähnlich sehen können. Allerdings ist hier die Proliferation sehr niedrig, außerdem sind kongenitale Hämangiome im Gegensatz zu IH negativ für den Glukose-Transporter GLUT1.