Komplikationen

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Die Spannbreite der möglichen Komplikationen reicht je nach Therapieverfahren von vorübergehenden Erscheinungen bis zu seltenen lebensbedrohlichen Krankheitsbildern. Die therapiespezifischen Komplikationen werden in den folgenden Kapiteln detaillierter vorgestellt.

Der Hauptunterschied der verschieden invasiven Verfahren liegt v.a. in der tatsächlichen Invasivität . Gegenüber den offenen chirurgischen Verfahren sind die interventionellen Verfahren wie beispielsweise die Sklerotherapie oder Embolisation minimal- invasiv . Dies bedeutet, dass der Eingriff nicht über einen offen operativen Zugang (Schnitt), sondern über einen oder mehrere kleine perkutane Zugänge (mittels Nadeln, Schleusen oder Katheter) durchgeführt werden kann. Umliegende gesunde Strukturen werden dadurch in aller Regel besser geschont.

Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Komplikationen bei minimal-invasiven Verfahren nur gering sein können. Auch bei diesen Verfahren können schwere, auch lebensbedrohliche Konsequenzen auftreten.

Die Gefäßmalformation als solches wird bei den interventionellen Verfahren allerdings meist nicht entfernt. Vielmehr führt der gezielte interventionelle Verschluss der Gefäßmalformation durch hämodynamische und strukturelle Veränderungen zu einer Reduktion der Symptome. Offene Operationen können die Gefäßanomalie in manchen Fällen ganz beseitigen, sind aber oft wegen der Ausdehnung, der Blutungsgefahr oder aus technischen Gründen nicht radikal durchführbar. Sie werden kompetent vor allem an Zentren durchgeführt und erfordern ebenfalls hohe Expertise und Erfahrung.

Generell werden an interdisziplinären Zentren in Abwägung von Erfolg, Nutzen, Risiko und Nebenwirkungen heute die weit überwiegende Anzahl der Eingriffe minimal- invasiv durchgeführt.