Glomuvenöse VM

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Glomuvenöse Malformation (GVM) am rechten Fuß eines 8jährigen Mädchens mit belastungsabhängigen deutlichen Schmerzen. Die Behandlung bestand in einer Sklerosierung , die fünf Jahre später wegen eines Rezidives wiederholt werden musste

GVM sind gemäß der ISSVA -Klassifikation von 2014 eine Untergruppe von VM und treten in ca. 5% aller VM-Fälle auf. Im Gegensatz zu den häufigeren sporadischen VM, werden GVM in ca. 50% der Fälle vererbt und sind somit bei mehreren Familienmitgliedern nachweisbar. Sie imponieren als Gruppe mehrerer livid-bläulicher linsengroßer Knötchen in der Haut von Gesicht, Stamm und Extremitäten , wobei ein multifokaler Befall auch beobachtet wird. Schleimhäute werden nicht betroffen.

Wenngleich eine Druckempfindlichkeit vorliegen kann, so treten stärkere Beschwerden dann auf, wenn eine lagebedingte mechanische Belastung vorliegt. Dies ist beispielsweise der Fall am Augenlid oder zwischen den Zehen. Da das betroffene Areal relativ klein ist, kommen in solchen Fällen sowohl resezierende als auch sklerosierende Therapieverfahren zur Anwendung, wobei GVM relativ schlecht auf Sklerosierung ansprechen.