Großes, tiefsitzendes infantiles Hämangiom

Autor/en

Kurzbeschreibung

Die transversale, T1-gewichtete, native MRT des oberen Halses zeigt den subkutan gelegenen Tumor, der klar solide ist und scharf abgrenzbar zum umgebenden Gewebe. Das Mädchen ist jetzt 12 Monate alt, der Tumor hat sich nicht zurückgebildet.

Erläuterungen

1Infantiles Hämangiom
2Rechtes Ohr

Kurzbeschreibung

Die transversale, T2-gewichtete, fettgesättigte MRT des oberen Halses zeigt den subkutan gelegenen Tumor nochmal sehr klar als hyperintense, scharf abgrenzbare Raumforderung mit zentralen Flow-voids als Zeichen der starken Perfusion. Typisches Bild eines subkutan gelegenen, infantilen Hämangioms.

Haemangiom_Hals_Embolisation

Erläuterungen

1Infantiles Hämangiom
2Backenzähne
3Pharynx
4Flow void

Kurzbeschreibung

Die koronare inversion-recovery Sequenz (MRT) zeigt nochmals sehr gut die Ausdehnung des Hämangioms. Die Signalgebung ist isointens zum Hirngewebe. Es handelt sich klar um eine solide Raumforderung.

Erläuterungen

1Infantiles Hämangiom
2Gehirn

Kurzbeschreibung

Das Mädchen ist jetzt 24 Monate alt, die Raumforderung hat sich nicht zurückgebildet. Sie ist deutlich sichtbar und bereitet der Patientin klaren Druckschmerz. Die MIP einer dynamischen, kontrastmittelunterstützten MR-Angiographie zeigt die starke Anreicherung des Hämangioms, das immer noch ausgedehnt ist. Die hauptsächliche venöse Drainage läuft über die Vena jugularis externa, im proximalen Bereich zeigt sich hier eine massive Stenose des Abstroms.

Erläuterungen

1Hämangiom
2Stenose
3V. jugularis externa
4V. jugularis interna

Kurzbeschreibung

Aufgrund der fehlenden Rückbildung, wahrscheinlich auch durch die massive Stenose des venösen Abstroms, fällt der Entschluss zur Embolisation des Hämangioms im 24. Lebensmonat zur Induktion einer Regression. Zunächst wird dazu retrograd von transvenös der venöse Abstrom (V. jugularis externa rechts) kanüliert.

Erläuterungen

1Stenose
2Venöser Angiographiekatheter
3V. jugularis externa

Kurzbeschreibung

Anschließend wird dann ein kleiner Ballonkatheter eingebracht, der den venösen Abstrom vor einer Embolisation blocken soll und damit eine Embolisatverschleppung vermeiden soll.

Erläuterungen

1Ballonkatheter
2Endotrachealtubus

Kurzbeschreibung

In der Digitalen Subtraktionsangiographie (DSA) nach Injektion in die rechte A. carotis communis zeigt sich das Hämangiom wie erwartet vor allem aus der A. carotis externa versorgt.

Erläuterungen

1Hämangiom
2Venöser Ballonkatheter
3A. carotis externa

Kurzbeschreibung

Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) nach Einbringen transarteriell eines Führungskatheters 4F in die A. carotis externa und Vorbringen eines Mikrokatheters in die A. maxillaris. Das Hämangiom zeigt sich als typisches KM-Pooling („Tumorblush“). Gut zu sehen auch der transvenös eingebrachte Ballon, der den venösen Abstrom ausblockt. Hier wird jetzt mit Partikeln der Größe 150 mikron embolisiert ohne dass diese Partikel venös abströmen können.

Erläuterungen

1Blockballon
2Führungskatheter
3Mikrokatheter
4Hämangiom
5Kontrastierter Hämangiomanteil

Kurzbeschreibung

Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) nach erster Embolisation mit Partikeln. Ein Teil des Hämangioms ist schon ausgeschaltet.

Erläuterungen

1Blockballon
2Führungskatheter
3A. maxillaris
4Kontrastiertes Hämangiom

Kurzbeschreibung

Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) nach erneuter superselektiver Embolisation mit Partikeln über einen Mikrokatheter unter Blockung des Abstroms. Es sind jetzt gut 50% des Hämangioms erfolgreich embolisiert.

Erläuterungen

1Führungskatheter
2Hämangiom

Kurzbeschreibung

Digitale Subtraktionsangiographie (DSA) nach Sondierung des verbliebenen, jetzt hauptsächlich noch das Hämangiom versorgenden Astes mit einem Mikrokatheter.

Erläuterungen

1Führungskatheter
2Mikrokatheter
3Ballon
4Hämangiomrest

Kurzbeschreibung

Während der superselektiven Partikelembolisation über den Mikrokatheter nach Blockung des venösen Abstroms (150 Mikron Partikel) sind die Partikel zu erkennen als flau kontrastiertes Areal.

Erläuterungen

1Führungskatheter
2Mikrokatheter
3Embolisationspartikel
4Venöser Ballon

Kurzbeschreibung

In der Kontrollangiographie über den Führungskatheter ist das Hämangiom jetzt praktisch nicht mehr perfundiert. Es zeigt sich das Bild des „entlaubten Baums“.

Erläuterungen

1Führungskatheter
2Blockballon
3A. carotis externa (Äste)

Kurzbeschreibung

Die Übersichtsangiographie über die A. carotis communis nach Entfernung des venösen Blockballons zeigt ein praktisch komplett devaskularisiertes Hämangiom. Die intracerebrale Zirkulation ist unauffällig.

Erläuterungen

1A. carotis communis
2A. carotis interna
3A. carostis externa (Äste)
4Führungskatheter

Kurzbeschreibung

Bereits 6 Tage nach der Embolisation ist das subkutan gelegene Infantile Hämangiom im Volumen massiv zurückgegangen (a.-p. Ansicht). Die darüber liegende Haut ist nicht dyskoloriert. Die Patientin war ab diesem Zeitpunkt asymptomatisch, das Hämangiom hat sich hierauf ohne weitere Therapie innerhalb von 3 Monaten vollständig zurückgebildet.

Erläuterungen

1Hämangiomareal

Kurzbeschreibung

Auch in der seitlichen Ansicht ist keine relevante Dyskoloration oder Schwellung mehr sichtbar nach Embolisation.

Erläuterungen

1Hämangiomareal
Zusammenfassung

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Haemangiom_Hals_Embolisation
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Zusammenfassung
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