Bildgebung

Autor/en

Computertomographie (CT)
Die axiale T1 Sequenz dieser MRT auf Höhe der Kniescheibe zeigt eine intraossäre Beteiligung der Patella bei bekannter AVM, sichtbar an den multiplen, schwarzen Flow-voids im Knochen (Kreis)

Die farbkodierte Duplexsonographie zeigt den deutlichen fast-flow Charakter einer AVM mit multiplen, stark perfundierten Gefäßen

Die koronare T1 Sequenz dieser MRT zeigt die typische Darstellung eines Nidus einer AVM als schwarzes Flow-void (”bag-of-worms“). Eine Verdrängung des umgebenden Gewebes sowie eine solide Raumforderung lassen sich nicht nachweisen

Die dynamische, kontrastmittelunterstützte MRT Angiographie der Hand zeigt eine - im Vergleich zu den anderen Fingern- deutlich frühere Kontrastierung dilatierter und tortuöser Arterien des 2. und 3. Fingers sowie diffuse Nidusanteile der AVM im Bereich

Die MRT Angiographie der Hand des gleichen Patienten in venöser Phase zeigt hier die sofortige Kontrastierung dilatierter Venen des 2. und 3. Fingers. Die nicht von der AVM betroffenen Finger zeigen zu dieser Zeit noch eine Kontrastierung der Arterien

Die konventionelle Röntgenaufnahme zeigt die Destruktion i.S. osteolytischer Veränderungen (Pfeile) des Os metacarpale (Mittelhandknochen) des 4. Strahls (Stern) durch eine AVM

Diese DSA des linken Oberarms zeigt neben der normalen A. brachialis (Pfeilspitze) deutlich dilatierte, tortuöse Feederarterien (Pfeile) die den Nidus der AVM (roter Pfeil) speisen

Die DSA der Hand zeigt eine - im Vergleich zu den anderen Fingern- deutlich frühere Kontrastierung dilatierter und tortuöser Arterien des 2. und 3. Fingers sowie diffuse Nidusanteile der AVM im Bereich der Endglieder dieser Finger in der frühen arteriellen Phase

Die DSA der gleichen Hand in venöser Phase zeigt die deutlich dilatierten Drainagevenen des 2. und 3. Fingers. Die nicht von der AVM betroffenen Finger zeigen zu diesem Zeitpunkt in der DSA erst eine Kontrastierung der Arterien

Schaubild: Angiographische Klassifikation der AVM

In der Bildgebung imponieren charakteristischerweise zahlreiche dilatierte zu- und abführende Gefäße, die sich in den betroffenen Gewebsschichten meist ohne Berücksichtigung klassischer anatomischer Grenzen ausbreiten. Eine eigentlich solide, umschriebene Gewebeläsion im Sinne einer Raumforderung wie bei vaskulären Tumoren lässt sich in der Bildgebung nicht nachweisen. Vielmehr ist gerade das Fehlen dieser umschriebenen Raumforderung charakteristisch für die AVM. Der Nidus stellt sich als eine schwer abgrenzbare lokale Vermehrung von multiplen, kleineren „knäuelartigen“ Gefäßen („bag of worms“) dar. Man kann zwar eine Ausbreitung in unterschiedliche Gewebeschichten (bspw. Muskel/Knochen) abgrenzen, eine für Tumoren charakteristische Verdrängung von Weichteilgewebe lässt sich allerdings nicht nachweisen.

Mittels Sonographie kann schnell und einfach der fast-flow Charakter der Läsion detektiert werden und so eine Abgrenzung zu den slow-flow Malformationen erfolgen.

Darüber hinaus ist zur Sicherung von Diagnose, Lokalisation und Ausbreitung eine Schnittbildgebung mittels Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) erforderlich. Hierbei spielt die CT mit Kontrastmittelapplikation eine eher untergeordnete Rolle: sie kann zwar gut eine knöcherne Beteiligung der AVM nachweisen, eine Ausbreitung in die Weichteile kann allerdings mittels MRT besser dargestellt werden, auch die Hämodynamik der Läsion kann durch die dynamische, kotrastmittelunterstützte MR-Angiographie besser dargestellt werden. In der MRT zeigen sich bereits in den nativen Sequenzen durch den schnellen Blutfluss, sog. flow-voids.

Die dilatierten , den Nidus versorgenden Arterien („Feederarterien“) zeigen meist einen geschlängelten Verlauf. Je nach Angioarchitektur lassen sich einzelne dominante dilatierte oder aber mehrere eher netzartig erweiterte Venen abgrenzen. Das umliegende Gewebe kann ödematöse oder fibrös-fettige Veränderungen aufweisen. Involvierte knöcherne Strukturen können lytische Veränderungen oder Hyperplasie aufweisen.

Eine Katheterangiographie wird in den meisten Fällen erst im Rahmen einer minimal-invasiven Behandlung angefertigt. Hierbei imponieren die zuführenden Arterien, die den Nidus versorgen, oftmals vielfach gewunden, dilatiert und zum Teil aneurysmatisch erweitert

Aufgrund der arterio-venösen Shuntverbindungen resultiert eine unmittelbare, frühe Kontrastierung der erweiterten Venen.

Entsprechend ihrer angiographischen Anatomie, insbesondere des venösen Abstroms, lassen sich die peripheren arteriovenösen Malformationen klassifizieren.

Eine flächenhafte Kontrastmittelanreicherung oder eine Kontrastmittelstase im Sinne eines "Poolings" zeigt sich charakteristischerweise - im Gegensatz zur venösen Malformation - nicht. Ein sog. " blush " im Sinne eines sehr feinfistulösen Nidus kann sich allenfalls in einem sehr frühen Stadium einer AVM, beispielsweise bei Kindern, ähnlich einem vaskulären Tumor darstellen.