Assoziierte Krankheitsbilder

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segmentalen ICH
Infantiles Hämangiom mit Ulzeration und Exsudation

Krustenbelegtes Ulcus am distalen lateralen Unterschenkel rechts bei arteriovenöser Malformation (Foto links). In der Angiographie (rechts) sieht man den ausgedehnten Nidus im Bereich des Ulcus mit massiv dilatierten zuführenden Arterien vor der Embolisations- Therapie

Kombinierte Kapillär -venolymphatische Malformation. Durch die intrakutane mikrozystische Lymphatische Malformation der Haut interdigital zwischen der 1. und 2. Zehe tritt über kleine Lymphvesikel Lymphe aus, die hier zu einer chronischen Wunde führt

Hautdefekte und Ulzerationen gehören zu den typischen, wenn auch nicht sehr häufigen Komplikationen vaskulärer Anomalien. Sie werden im klinischen Alltag im natürlichen Verlauf v. a. bei Patienten mit infantilen Hämangiomen (IH) beobachtet. So weisen IH, die in spezialisierten Sprechstunden evaluiert werden, in ca. 15% bis zu 25% Ulzerationen auf.

Diese entwickeln sich oft gegen Ende der ersten, raschen Wachstumsphase ( Proliferationsphase ) zwischen dem vierten und achten Lebensmonat. Sie werden v. a. in Körperfalten (z. B. dem Genitoanalbereich), an der Lippe sowie in der Kopf- und Halsregion beobachtet. Ein erhöhtes Ulzerationsrisiko findet sich auch bei segmentalen IH und großen IH mit oberflächlichem und tiefem Anteil. Interessanterweise zeigen später ulzerierende IH oft in der Frühphase eine weißliche Verfärbung im Randbereich und/oder eine Krustenbildung im zentralen Anteil.

In Abhängigkeit von Gefäßarchitektur und Lokalisation können auch arteriovenöse Malformationen im Spontanverlauf oder nach operativer Therapie Ulzera und gangränöse Veränderungen in der Nähe des Nidus entwickeln. Besonders häufig im Spontanverlauf ist dies aufgrund des dort zusätzlich hohen hydrostatischen Drucks an den unteren Extremitäten und hier insbesondere am Unterschenkel und Fuß.

Ausgedehnte vaskuläre Malformationen, insbesondere lymphatische Malformationen können im Bereich neu entstandener Hautfalten zu Irritationen und Entzündungen betroffener Areale führen. Dies wird als intertriginöse Dermatitis bezeichnet und geht mit einer Aufweichung (Mazeration) sowie oberflächlichen Hautdefekten (Erosionen) einher. In der Folge ist das Risiko sekundärer Infektionen mit Bakterien und/oder Pilzen deutlich erhöht.